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Satellitentracking
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Die Technik
Als Aufnahmeoptik dient der 75cm RC-Spiegel (5600mm Brennweite) der Wilhelm-Foerster-Sternwarte Berlin. Erste Versuche wurden mit einer Canon 350DA vorgenommen. Parallel dazu werden Videoaufzeichnungen an einem Meade 10"-Reflektor, der an der Seite der Hauptoptik mitfährt, mit einer Watek 120N durchgeführt.
Das Prinzip
Im Gegensatz zu den Münchner Sternenfreunden wird der Satellit nicht per Autoguiding verfolgt, das gibt die derzeitige Steuerung leider nicht her. Unser Trackingverfahren basiert rein auf Bahnberechnung und setzen von Positionen. Dabei werden zunächst die Bahndaten für jede Sekunde berechnet. Da wir einen einseitigen Kuppelspalt haben, muss vorher der Teil der Bahn festgelegt werden, den wir auf einer Seite der Kuppel problemlos nachführen können. Außerdem muss der Bahnausschnitt so gewählt werden, dass das Teleskop nicht während der Nachführung auf die andere Seite umlegt. Steht der Verfolgungsabschnitt der Bahn fest, wird zunächst die Startposition angefahren und die Nachführung ausgeschaltet. Erreicht der Satellit diese Position, werden für jede Sekunde die aktuelle Position und für beide Achsen ein Nachführvektor an die Steuerung übergeben. Der Nachführvektor wird aus der Differenz zur nächsten Sekunde berechnet. Auf diese Weise erreicht man eine fast butterweiche stetige Nachführung.
Voraussetzung für dieses Verfahren sind allerdings exakte Bahndaten, die man unmittelbar vorher über einen Account bei Space Track holen muss.
M. Korb 2013